Bestattung Niederösterreich : Vollständiger Ratgeber Kosten, Bestattungsarten & Anbieter in allen NÖ Regionen
Auf einen Blick: In Niederösterreich regeln das NÖ Bestattungsgesetz 2007 und die jeweilige Gemeindeordnung alle 573 Gemeinden. Bestattungskosten beginnen bei rund € 800 für anonyme Beisetzungen und steigen bei vollständigen Begräbnissen auf € 12.000 oder mehr. In ganz NÖ sind über 290 konzessionierte Bestattungsunternehmen rund um die Uhr erreichbar. Die freie Bestatterwahl gilt österreichweit.
Bestattung Niederösterreich Inhaltsverzeichnis
- Sofortmaßnahmen beim Todesfall in NÖ
- Überführung: Inland, Ausland und Flughafen
- Behördenwege und Dokumentation
- Bestattungsarten im Überblick
- Erdbestattung in Niederösterreich
- Feuerbestattung & Kremation kein Krematorium in NÖ
- Naturbestattung: Baumbestattung, Wiesenbestattung, Seebestattung
- Anonyme Bestattung und Sozialbestattung
- Trauerfeier, Aufbahrung und Zeremonie
- Grabstein, Sarg, Urne und Trauerfloristik
- Trauerbegleitung und Nachsorge in NÖ
- Bestattungskosten Niederösterreich 2026 – vollständige Übersicht
- Rechtliche Grundlagen: NÖ Bestattungsgesetz 2007
- Bestattungsvorsorge und finanzielle Absicherung
- Verlassenschaft und administrative Nachsorge
- Bestattungsunternehmen in Niederösterreich – Anbieter nach Region
- Häufig gestellte Fragen
Sofortmaßnahmen beim Todesfall in Niederösterreich
Wenn ein Mensch stirbt, treffen emotionaler Schmerz und bürokratische Pflichten gleichzeitig ein. Hier sind die unmittelbaren Schritte, geordnet nach Priorität:
Schritt 1 Ärztliche Todesfeststellung: Kontaktieren Sie den Hausarzt, einen niedergelassenen Arzt oder den Notarzt. Seit der Novellierung des NÖ Bestattungsgesetzes (LGBl. Nr. 17/2020, Dezember 2019) darf die Totenbeschau jeder Arzt mit einschlägiger Zusatzausbildung durchführen nicht mehr nur Spezialtotenbeschauärzte. Das entlastet besonders ländliche Regionen wie das Waldviertel oder Mostviertel. Die Todesbescheinigung ist die Basis für alle weiteren Schritte.
Schritt 2 Konzessioniertes Bestattungsunternehmen anrufen: Gemäß § 2 NÖ Bestattungsgesetz 2007 müssen konzessionierte Bestatter 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche erreichbar sein. Ein Todesfall kennt keine Bürozeiten. Seriöse Unternehmen verbinden Sie mit einer geschulten Fachkraft, nicht mit einer Warteschleife.
Schritt 3 Sterbefallanzeige beim Standesamt: Binnen 3 Werktagen nach dem Tod. Todesfälle in Krankenanstalten meldet die Einrichtung selbst.
Schritt 4 Bestattungsbewilligung: Erteilt durch die zuständige Gemeindebehörde, sobald Todesbescheinigung und Todesursache vorliegen. Bei unklaren Todesumständen kann sich die Freigabe verzögern.
Schritt 5 Pensionsversicherungsanstalt (PVA) und SVS benachrichtigen: Laufende Pensionszahlungen müssen unverzüglich eingestellt werden. Unrechtmäßig empfangene Beträge sind vollständig rückzahlungspflichtig.
Schritt 6 Friedhofsverwaltung kontaktieren: Jede der 573 Gemeinden Niederösterreichs führt mindestens einen Friedhof mit eigener Verwaltung. Grabstelle, Aufbahrungskapelle und Beisetzungstermin müssen frühzeitig reserviert werden.
Erstes Beratungsgespräch: Was Sie einfordern sollten
Ein seriöser Bestatter gibt Ihnen im Erstgespräch schriftliche Auskunft über alle anfallenden Kosten. Transparente Kostenaufstellungen sind in Österreich zwar keine gesetzliche Pflicht, aber ein klares Qualitätsmerkmal. Fragen Sie ausdrücklich nach:
- Einer vollständigen Leistungsübersicht mit Einzelpreisen
- Den anfallenden Fremdkosten (Krematorium, Standesamt, Friedhofsgebühren)
- Den gesetzlichen Fristen und dem zeitlichen Ablauf
- Möglichkeiten zur Bestattungsvorsorge für die Zukunft
Überführung des Verstorbenen in Niederösterreich
Inlandsüberführung
Der häufigste Fall: Transport von der Wohnung oder dem Krankenhaus zur Aufbahrungshalle, dann zur Kirche, zuletzt zum Friedhof. Alle eingesetzten Leichenwagen benötigen in NÖ eine besondere Zulassung. Die Abholung des Verstorbenen – aus der Wohnung, dem Krankenhaus, Pflegeheim oder Altersheim – erfolgt durch geschultes Personal jederzeit, auch nachts und an Feiertagen.
Auslandsüberführung: Leichenpass, Botschaft und Bezirksbehörde
Wenn ein in Niederösterreich Verstorbener ins Ausland überführt werden soll, oder wenn ein im Ausland verstorbener NÖ-Bürger heimgeholt wird, sind folgende Unterlagen erforderlich:
- Leichenpass (internationales Transportdokument)
- Abgeschlossene Totenbeschau und Sterbeurkunde
- Genehmigung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde
- Koordination mit der Botschaft des Ziellandes
- Je nach Zielland: Einbalsamierung (Thanatopraktik) als Pflichtvoraussetzung
Erfahrene Bestattungsunternehmen in der Region Wien-Umland und in St. Pölten wickeln solche Verfahren routinemäßig ab.
Flughafenüberführung über Wien Schwechat
Für internationale Überführungen per Luftfracht ist der Flughafen Wien-Schwechat der zentrale Hub für Niederösterreich. Der Sarg muss spezifischen Verpackungsanforderungen der jeweiligen Fluggesellschaft entsprechen. Spezialisierte Bestatter übernehmen die gesamte Abwicklung vom Sterbeort bis zur Übergabe am Frachtgate.
Kühllogistik und Konservierung
Das NÖ Bestattungsgesetz 2007 schreibt Kühl oder Konservierungsmaßnahmen vor, wenn zwischen Todesbescheinigung und Beisetzung mehr als zehn Tage vergehen. Moderne Kühlfahrzeuge gewährleisten dabei die Würde des Verstorbenen und erfüllen internationale Hygienestandards.
Behördenwege und Dokumentation nach dem Todesfall
Konzessionierte Bestattungsunternehmen übernehmen diese Behördengänge in der Regel vollständig für die Familie – eine wesentliche Entlastung in der Akutphase.
Sterbefallanzeige beim Standesamt Frist: 3 Werktage
Das Personenstandsgesetz (PStG) schreibt die Meldung binnen drei Werktagen beim Standesamt des Sterbeortes vor. Benötigte Unterlagen: Todesbescheinigung, Reisepass oder Personalausweis, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde (falls zutreffend). Die daraus resultierende Sterbeurkunde ist Grundlage für Verlassenschaft, Pensionsmeldung, Versicherungen, Bankkonten und Vertragsauflösungen.
Bestattungsbewilligung: Pflicht vor jeder Erd oder Feuerbestattung
Die Bestattungsbewilligung erteilt die zuständige Gemeindebehörde, sobald die Todesursache festgestellt wurde und keine gerichtlichen Einwände bestehen.
Friedhofskoordination
In größeren Städten wie St. Pölten, Wiener Neustadt oder Baden laufen Reservierungen über ein formalisiertes Bürosystem. In ländlichen Gemeinden des Waldviertels, Weinviertels oder Mostviertels sind die Wege oft persönlicher und kürzer. Jede Gemeinde erlässt eine eigene Friedhofsordnung, die Grabformen, Materialien, Öffnungszeiten und Gebühren eigenständig regelt.
Bestattungsarten in Niederösterreich im Überblick
Das NÖ Bestattungsgesetz 2007 (§ 12) lässt folgende Bestattungsformen zu. Die Entscheidung liegt beim Verstorbenen (schriftlicher Wille) oder bei den nächsten Angehörigen in gesetzlich geregelter Reihenfolge.
| Bestattungsart | Rechtslage in NÖ | Geschätzte Gesamtkosten 2026 |
|---|---|---|
| Erdbestattung (Sargbestattung) | Zulässig | € 3.000 – € 7.000 |
| Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung | Zulässig | € 2.000 – € 5.000 |
| Naturbestattung (Baum, Wiese) | Zulässig in genehmigten Anlagen | € 1.500 – € 4.000 |
| Seebestattung (Donau / Adria) | Zulässig mit Genehmigung | € 2.500 – € 4.500 |
| Anonyme Bestattung | Zulässig | € 800 – € 1.500 |
| Sozialbestattung | Gemeindeübernahme bei Mittellosigkeit | Kostenfrei für Familie |
Erdbestattung in Niederösterreich
Die Sargbestattung am kommunalen Gemeindefriedhof ist nach wie vor die meistgewählte Bestattungsform in Niederösterreich. In Österreich gilt eine gesetzliche Sargpflicht auch bei Feuerbestattungen ist ein Sarg vorgeschrieben.
Pfarrfriedhof oder Gemeindefriedhof?
Niederösterreich ist traditionell stark katholisch geprägt. Viele Pfarrgemeinden, besonders im Waldviertel und Weinviertel, unterhalten eigenständige Pfarrfriedhöfe mit eigener Gebührenordnung und Geschichte, getrennt vom kommunalen Gemeindefriedhof. Die Entscheidung liegt bei der Familie oft spielt die vorhandene Familiengrabstätte eine entscheidende Rolle.
Wahlgrab und Familiengrab: Nutzungsrecht und Pachtdauer
Ein Wahlgrab (Familiengrab) ermöglicht die Beisetzung mehrerer Familienmitglieder und ist für 10 bis 20 Jahre erwerbbar. Das Nutzungsrecht ist vererbbar, aber weder übertragbar noch verkäuflich. Eine Verlängerung ist nach Ablauf möglich, sofern das Grab in ordentlichem Zustand war.
Typische Kosten einer Erdbestattung in NÖ (2026)
- Einfache Erdbestattung ohne Grabstein: € 3.000 – € 5.500
- Mit Trauerfeier und Grabstein: € 6.000 – € 10.000
- Aufwändige traditionelle Bestattung: € 10.000 – € 14.000+
Hinzu kommen Grabnutzungsgebühren (alle 10 Jahre fällig), Grabpflege und etwaige Zusatzleistungen.
Feuerbestattung und Kremation in Niederösterreich
Wichtig: Niederösterreich hat kein eigenes Krematorium
Verstorbene aus Niederösterreich werden zur Einäscherung nach Wien (Feuerhalle Simmering die größte Kremierungsanlage Österreichs) oder nach Graz überführt. Die Kremierungskosten betragen ca. € 500, zuzüglich Transport. Das sollte bei jeder Kostenplanung berücksichtigt werden.
Beisetzungsoptionen nach der Kremation
Urnenbeisetzung am Friedhof die häufigste Folgeoption. Viele Gemeindefriedhöfe in NÖ verfügen über eigene Urnenfelder mit kleineren, pflegeleichteren Grabstellen. Die Grabnutzungsgebühr ist im Gegensatz zum Erdgrab nur einmalig fällig.
Kolumbarium wandintegrierte Urnennischen, wettergeschützt, pflegeleicht und namentlich beschriftet. Das Angebot wächst in NÖ mit dem steigenden Anteil an Feuerbestattungen.
Urne zu Hause unter bestimmten Voraussetzungen (Antrag bei der Gemeinde, Zustimmung des Wohnungseigentümers) in Österreich möglich. Diese Option wird zunehmend nachgefragt.
Naturbestattung alle Formen setzen eine Kremation voraus (Baumbestattung, Wiesenbestattung, Seebestattung).
Kosten einer Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung in NÖ (2026)
- Urnenbeisetzung am Friedhof: € 2.000 – € 4.500
- Urne zu Hause (günstigste Option): € 1.500 – € 2.800
- Naturbestattung nach Kremation: € 1.500 – € 4.000
Naturbestattung in Niederösterreich: Baumbestattung, Wiesenbestattung, Seebestattung
Rechtlicher Rahmen: Nur in genehmigten Anlagen
Naturbestattungsanlagen in NÖ bedürfen einer Bewilligung der NÖ Landesregierung. Der Betrieb ohne Genehmigung ist strafbar. Erlaubte Betreiber sind ausschließlich Gemeinden, Gemeindeverbände oder gesetzlich anerkannte Kirchen. Das Land NÖ führt auf seiner offiziellen Website eine aktuelle Liste aller bewilligten Anlagen.
Baumbestattung im Friedwald
Eine biologisch abbaubare Urne wird am Fuße eines lebenden Baumes in einer genehmigten Naturbestattungsanlage beigesetzt. Der Baum selbst wird zur Gedenkstätte – ohne Grabstein, ohne klassische Grabpflege. Diese Bestattungsform eignet sich für naturverbundene Menschen und ökologisch denkende Familien. Die Urne muss biologisch abbaubar sein; konventionelle Urnen sind nicht zulässig.
Wiesenbestattung
Eine Variante der Naturbestattung auf naturbelassener Wiesenfläche in einer genehmigten Anlage. Statt eines Grabsteins ermöglichen GPS-Koordinaten im Anlageregister das spätere Auffinden der Beisetzungsstelle.
Seebestattung: Donau oder Adria
Für NÖ-Familien kommen zwei Optionen in Frage: Die Donaubestattung erfordert in Österreich eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamts und speziell zertifizierte, wasserlösliche Urnen. Die Adriabestattung (über Kroatiens oder Italiens Küste) wird von spezialisierten Bestattungsunternehmen in NÖ und Wien koordiniert.
Diamantbestattung und Edelsteinbestattung
Eine zunehmend nachgefragte Alternative: Die Asche des Verstorbenen wird zu einem synthetischen Diamanten oder Edelstein verpresst. Diese Form setzt ebenfalls eine Kremation voraus. Kosten: ab ca. € 1.500 bis über € 10.000 je nach Edelsteinqualität. Mehrere Bestatter in NÖ (u.a. Bestattung Zadrobilek, Bestattung Himmelblau) vermitteln diese Option.
Anonyme Bestattung und Sozialbestattung in NÖ
Anonyme Erdbestattung und anonyme Urnenbeisetzung
Bei einer anonymen Bestattung wird der Verstorbene in einem Gemeinschaftsbereich des Friedhofs beigesetzt – ohne individuelle Grabstelle, ohne namentlichen Grabstein. Der würdevoll gestaltete Gemeinschaftsbereich ist für Angehörige jederzeit zugänglich. Gründe für diese Wahl können ausdrücklicher Wunsch des Verstorbenen, finanzielle Einschränkungen oder der Wegfall dauerhafter Grabpflegepflichten sein.
Geschätzte Kosten 2026: € 800 – € 1.500 (günstigste legale Bestattungsform in Österreich).
Sozialbestattung: Ein gesetzlich verankertes Recht
Wenn weder Nachlassvermögen noch Angehörige die Bestattungskosten tragen können, übernimmt die Gemeinde des Sterbeortes Organisation und Kosten einer würdigen, einfachen Bestattung. Das ist kein Sonderfall, sondern ein im NÖ Bestattungsgesetz 2007 geregeltes Recht. Erste Anlaufstelle: das zuständige Gemeindeamt oder das Sozialministeriumservice.
Trauerfeier, Aufbahrung und Zeremonie
Requiemmesse in der Diözese St. Pölten
Niederösterreich gehört fast vollständig zur Diözese St. Pölten. Die Requiemmesse nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche geleitet vom örtlichen Pfarrer – ist in vielen Gemeinden nach wie vor die vorherrschende Abschiedsform. Der typische Ablauf: Requiemmesse in der Pfarrkirche, Trauerzug zum Friedhof, Grabsegnung am offenen Grab mit Weihwasser und Abschiedsworten.
Weltliche Trauerfeier: wachsende Bedeutung
Die konfessionsfreie Trauerfeier hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen. Ein professioneller Trauerredner oder Zeremonienleiter erarbeitet in Absprache mit der Familie eine individuelle, biographisch fundierte Rede. Diese eignet sich besonders für Konfessionslose oder Familien, die eine persönliche Abschiedsfeier jenseits religiöser Rituale wünschen.
Aufbahrung: gesetzliche Anforderungen und Formen
Gemäß § 23 NÖ Bestattungsgesetz 2007 muss jedes konzessionierte Bestattungsunternehmen über geeignete Aufbahrungs- und Kühlmöglichkeiten verfügen.
Aufbahrung in der Aufbahrungshalle: Stiller, würdevoller Raum mit Blumenschmuck und dezenter Beleuchtung für persönliche Abschiedsbesuche.
Hausaufbahrung: In ländlichen Regionen (Waldviertel, Mostviertel) noch teilweise gebräuchlich. Zulässig gemäß § 13 Abs. 2 NÖ BestG 2007 unter bestimmten hygienischen Voraussetzungen.
Thanatopraktik (Einbalsamierung): Bei internationalen Überführungen oft Pflicht. Im Inland optional, aber häufig gewählt bei offener Aufbahrung oder längerer Aufbahrungsdauer.
Trauermusik in NÖ
- Klassischer Organist in der Dorfkirche
- Streichquartett, Gesangssolist oder Blaskapelle
- Pfarrchor mit gregorianischen Gesängen tief in der NÖ Kulturtradition verankert
- Professionelle Tonanlage für Lieblingsmusik des Verstorbenen
Parte, Totenzettel und Traueranzeige
Die Parte eine gedruckte Benachrichtigungskarte in österreichischer Tradition kann binnen weniger Stunden geliefert werden. Der Totenzettel (Andachtsbildchen mit Foto und Lebensspruch) wird bei der Trauerfeier an Gäste verteilt und oft jahrelang aufbewahrt. Traueranzeigen erscheinen in den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN, eine Ausgabe pro Bezirk), im Kurier oder in der Kronen Zeitung (NÖ-Ausgaben).
Grabstein, Sarg, Urne und Trauerfloristik
Särge: Auswahl und Preisrange
In Österreich gilt Sargpflicht auch die Feuerbestattung erfordert einen Kremationssarg.
- Holzsärge: Eiche, Kiefer, Nuss am häufigsten gewählt. Preise: € 300 (einfache Kiefer) bis € 2.500+ (Massiveiche)
- Öko-Sarg: Weide, Bambus, Pappmaché biologisch abbaubar, für Naturbestattungen konzipiert
- Kremationssarg: Leichter Sarg für die Einäscherung, ab ca. € 300
Urnen: Materialien und Formen
Klassische Metallurnen (Bronze, Edelstahl), handgefertigte Keramikurnen, Holzurnen und biologisch abbaubare Naturmaterialien sind verfügbar. Bei Naturbestattungen in Erde oder Wasser ist eine abbaubare Urne gesetzlich vorgeschrieben. Preisrange: € 50 (einfach) bis € 500+ (Einzelstück).
Grabstein: Materialien, Gravur und Kosten
- Granit: Langlebig, witterungsbeständig, viele Farbtöne – beliebtestes Material in NÖ
- Marmor: Edle Optik, aber witterungsempfindlicher
- Bronzetafel: Langlebige Alternative für Grabplatten und Kolumbariumsnischen
Moderne Steinmetze nutzen Lasergravertechnologie oder traditionelle Handgravur für Namen, Daten, Symbole und Porträtgravuren. Steinmetzkosten gesamt: € 1.900 – € 9.000 je nach Material und Aufwand.
Trauerfloristik und Grabpflege
Sargschmuck aus Lilien, Rosen, Chrysanthemen und Ranunkeln gehört zur österreichischen Begräbniskultur. Für die Dauerpflege bieten Friedhofsgärtnereien in NÖ Jahrespflegeverträge an saisonale Bepflanzung, Unkrautentfernung, Dekorationswechsel. Besonders für Angehörige, die nicht in der Nähe des Friedhofs wohnen, ist ein solcher Servicevertrag eine praktische Lösung.
Trauerbegleitung und psychosoziale Nachsorge in NÖ
Professionelle Einzeltrauerbegleitung
Trauer ist keine Krankheit, kann aber Menschen an emotionale Grenzen bringen. In NÖ bieten ausgebildete Trauerbegleiter (nach Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung), klinische Psychologen und Psychotherapeuten vertrauliche Einzelbegleitung an – kurzfristig nach dem Todesfall beginnend, so lange wie benötigt.
Wichtige Anlaufstellen für Trauerbegleitung in NÖ
Caritas NÖ größter Anbieter in der Region, psychologisch und spirituell ausgebildete Begleiter, besonders für religiöse Trauernde geeignet. Einzel- und Gruppenangebote.
Hospiz NÖ mobile Hospizteams mit Ärzten, Pflegepersonal und Sozialarbeitern für häusliche Palliativbegleitung. Nachsorge für Hinterbliebene als sanfter Übergang in die Trauerphase.
Rainbows Austria strukturierte Gruppenangebote für trauernde Kinder und Jugendliche, in Schulen und Beratungsstellen in ganz NÖ verankert. Besonders wichtig: Kinder verarbeiten Verlust anders als Erwachsene – in kurzen Wellen, spielend und oft nonverbal.
Psychologische Beratungsstellen des Landes NÖ kostenfreie oder kostengünstige Beratung in den Bezirkshauptstädten und größeren Gemeinden. Zugänglich auch ohne privaten Psychotherapeuten.
Diakonie Austria evangelische Sozialorganisation mit psychosozialer Beratung, offen für alle Hilfesuchenden unabhängig von Konfessionszugehörigkeit.
Stationäre und mobile Palliativversorgung
Stationäre Palliativstationen an Landeskliniken (u.a. Universitätsklinikum St. Pölten) bieten umfassende Versorgung in der letzten Lebensphase mit Fokus auf Schmerzlinderung, Würde und ganzheitliche Betreuung. Mobile Palliativteams ermöglichen es, die letzte Phase des Lebens zuhause zu verbringen. Tageshospize tagesweise Betreuung bei weiterhin häuslichem Wohnen sind besonders in Ballungszentren verfügbar.
Bestattungskosten Niederösterreich 2026 vollständige Übersicht
Gesamtkosten nach Bestattungsform
| Bestattungsform | Typischer Gesamtrahmen 2026 | Enthaltene Leistungen |
|---|---|---|
| Einfache Erdbestattung | € 3.000 – € 6.000 | Sarg, Überführung, Behördengänge; ohne Grabstein |
| Erdbestattung mit Trauerfeier + Grabstein | € 6.000 – € 12.000 | Vollpaket inkl. Steinmetz |
| Feuerbestattung + Urnenbeisetzung am Friedhof | € 2.000 – € 5.000 | Kremation Wien/Graz (ca. € 500), Überführung, Urne |
| Feuerbestattung + Urne zu Hause | € 1.500 – € 2.800 | Günstigste vollständige Option |
| Naturbestattung (Baumbestattung) | € 1.500 – € 4.000 | Je nach Baumstandort, inkl. Kremation |
| Anonyme Bestattung | € 800 – € 1.500 | Gemeinschaftsgrabfeld, kein Grabstein |
| Sozialbestattung | Kostenfrei für Familie | Gemeindeübernahme bei Mittellosigkeit |
Einzelne Kostenpositionen im Detail
Bestatterleistungen (Basisleistungen): Abholung, hygienische Versorgung, Einkleidung, Aufbahrung, Behördengänge je nach Art: € 1.500 – € 3.500
Friedhofsgebühren:
- Verwaltungsgebühr und Bereitstellung: € 400 – € 1.000
- Grabnutzungsgebühr Erdgrab (alle 10 Jahre): € 500 – € 2.000
- Grabnutzungsgebühr Urnengrab (einmalig): € 200 – € 800
Sarg: € 300 – € 2.500+
Kremierungskosten (Wien oder Graz): ca. € 500
Urne: € 50 – € 500+
Grabstein und Steinmetz: € 1.900 – € 9.000
Trauerfeier (Aufbahrung, Musik, Redner): ab € 350
Blumenschmuck und Floristik: € 100 – € 800+
Parte und Totenzettel: € 50 – € 200
Traueranzeige in der NÖN: € 80 – € 400 je nach Format
Bestattungsvorsorge-Spartipp: Holen Sie vor der Beauftragung von mindestens zwei Bestattungsunternehmen ein schriftliches Angebot ein. Dank der freien Bestatterwahl in NÖ können Familien frei vergleichen.
Rechtliche Grundlagen: NÖ Bestattungsgesetz und relevante Gesetze
NÖ Bestattungsgesetz 2007 (LGBl. 9480-0, zuletzt geändert LGBl. Nr. 17/2020)
Das zentrale Landesgesetz regelt Bestattungspflicht, zulässige Bestattungsarten, Fristen, Überführungsregeln, Aufbahrungsbestimmungen, Naturbestattungsanlagen, Friedhofsverwaltung, die 24/7-Erreichbarkeitspflicht konzessionierter Bestatter und die Sozialbestattung.
Friedhofsordnung: 573 verschiedene Regelwerke
Jede der 573 Gemeinden Niederösterreichs erlässt eine eigene Friedhofsordnung, die im Detail erheblich variieren kann: zulässige Grabformen, Materialvorschriften für Grabsteine, Öffnungszeiten, Grabpflegepflichten und Gebührenordnungen. Erhältlich beim jeweiligen Gemeindeamt viele Gemeinden veröffentlichen sie auch online.
Gewerbeordnung § 94 Z 6: Konzessionspflicht für Bestatter
Das Bestattergewerbe ist ein gebundenes Gewerbe. Die Konzession erfordert: persönliche Zuverlässigkeit, Volljährigkeit, österreichischen oder EU-Wohnsitz sowie eine Befähigungsprüfung (Fach-, Rechts- und Betriebswirtschaftskenntnisse). Die WKO NÖ (Fachgruppe Bestatter) führt das öffentlich einsehbare Konzessionsverzeichnis.
Personenstandsgesetz (PStG): Sterbeurkunde und Fristen
Bundesgesetz zur Führung des Sterberegisters. Meldefrist: 3 Werktage beim Standesamt des Sterbeortes.
ErbRÄG 2015: Bestattungskosten aus dem Nachlass
Bestattungskosten gelten als bevorrechtete Nachlassverbindlichkeiten und werden vorrangig aus dem Nachlass beglichen. Bei unzureichendem Nachlass haften die gesetzlichen Erben in festgelegter Reihenfolge.
Bestattungsvorsorge und finanzielle Absicherung
Sterbegeldversicherung
Zahlt im Todesfall eine Kapitalleistung zur Deckung der Bestattungskosten aus. Österreichische Anbieter: Wiener Städtische, Generali, Allianz, UNIQA. Die Versicherungssumme sollte realistisch kalkuliert sein – angesichts durchschnittlicher Bestattungskosten in NÖ zwischen € 3.000 und € 8.000 empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Deckungssumme.
Bestattungsvorsorgevertrag: eigene Wünsche zu Lebzeiten festlegen
Ein Bestattungsvorsorgevertrag ermöglicht die vollständige Planung und Bezahlung der eigenen Bestattung zu Lebzeiten. Das Kapital liegt auf einem Treuhandkonto und steht ausschließlich für die vereinbarten Leistungen zur Verfügung. Angehörige werden finanziell und organisatorisch entlastet, persönliche Wünsche werden verbindlich festgehalten. Viele NÖ-Bestattungsunternehmen sowie Benu Vorsorge bieten solche Verträge an.
Sozialministeriumservice und Steuerabsetzbarkeit
Das österreichische Sozialministeriumservice unterstützt einkommensschwache Familien unter bestimmten Voraussetzungen finanziell. Bestattungskosten können bei fehlendem Nachlassvermögen im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bis zu € 20.000 steuerlich abgesetzt werden.
Verlassenschaft und administrative Nachsorge
Verlassenschaftsabhandlung: gerichtlich bestellter Notar
Nach Ausstellung der Sterbeurkunde informiert das Standesamt das Bezirksgericht. Dieses bestellt einen Gerichtskommissär (Notar), der den Nachlass aufnimmt, Testamente prüft und die Nachlassübertragung an die Erben leitet. Die Verlassenschaft ist in Österreich der gesetzlich vorgeschriebene Weg zur Nachlassübertragung und kann nicht umgangen werden.
Kontosperrung und Bankkonto
Bankkonten werden nach Bekanntwerden des Todes gesperrt, bis das Verlassenschaftsverfahren abgeschlossen ist. Ein Antrag an den Gerichtskommissär kann dringliche Zahlungen (Miete, Strom) kurzfristig freigeben.
Laufende Verträge kündigen
Strom, Gas, Internet, Mobiltelefon, Streaming-Dienste, Vereinsmitgliedschaften, Zeitungsabonnements für die Kündigung ist in der Regel eine Kopie der Sterbeurkunde erforderlich. Mietverträge können unter Umständen auf Angehörige übertragen werden.
PVA und SVS: unverzüglich handeln
Pensionszahlungen, die nach dem Sterbemonat eingehen, sind grundsätzlich zurückzuzahlen. Eine rasche Meldung verhindert bürokratische Komplikationen und finanzielle Forderungen gegenüber den Erben.
Bestattungsunternehmen in Niederösterreich Anbieter nach Region
In Niederösterreich sind laut WKO aktuell über 290 konzessionierte Bestattungsunternehmen tätig. Die folgende Liste der wichtigsten Anbieter ist nach Tätigkeitsschwerpunkt und Region gegliedert. Die Aufnahme erfolgt ohne bezahlte Platzierung.
Überregionale und große Anbieter in NÖ
Bestattung Wien GmbH Das größte Bestattungsunternehmen Ostösterreichs ist auch in mehreren Bezirken Niederösterreichs tätig, vor allem in den an Wien grenzenden Regionen Baden, Mödling und Korneuburg. Als kommunales Unternehmen der Stadt Wien verbindet die Bestattung Wien eine lange institutionelle Geschichte mit modernen Dienstleistungsstandards. Das Leistungsspektrum reicht von der Erstbetreuung beim Todesfall über alle Bestattungsformen bis zur Nachsorge. 24/7 erreichbar.
Bestattung Himmelblau Modernes, privates Bestattungsunternehmen mit Schwerpunkt Wien und wachsender Präsenz in Niederösterreich. Im Februar 2026 wurde ein neuer Standort in Klosterneuburg eröffnet, dazu besteht ein Standort in St. Pölten. Himmelblau hat sich einen Ruf für transparente Preisgestaltung, entstigmatisierte Kommunikation rund um den Tod und moderne Beratungsformate (u.a. eigener Podcast) erworben. Alle Bestattungsarten, Vorsorgeberatung, Online-Gedenkseiten.
Benu Bestattung und Vorsorge Österreichweit tätiger Bestatter mit Standorten in Wien, Mödling, Baden, Linz, Graz und München. Benu ist bekannt für transparente Online-Preisangebote, einen Bestattungskosten-Konfigurator auf der Website und klare Paketstrukturen. Die Erdbestattung beginnt ab € 2.990 (exkl. Fremdkosten, Stand 2024/25). Jährlich begleiten über 2.100 Familien den Weg durch das Unternehmen. 24/7 erreichbar.
Bestattung Unvergessen Familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling), tätig im gesamten Bezirk Mödling, Baden und im Wiener Raum. Seit 2012 tätig, bekannt für klare Preisstrukturen und persönliche Beratung. Hausbesuche nach Terminvereinbarung möglich. Erdbestattung ab € 2.399, Feuerbestattung ab € 1.400. Alle gängigen Bestattungsarten, inkl. Baumbestattung, Diamantbestattung und Seebestattung.
Anbieter im Industrieviertel und Wien Umland (Baden, Mödling, Korneuburg, Gänserndorf)
Bestattung Ried GmbH (Korneuburg) Familiengeführtes Unternehmen mit über 65 Jahren Erfahrung, tätig in den Bezirken Korneuburg, Stockerau, Hagenbrunn, Bisamberg, Langenzersdorf und Umgebung. Bestattung Ried begleitet Familien von der ersten telefonischen Kontaktaufnahme bis zur Urnenübergabe und erledigt alle Behördengänge im Auftrag der Familie. Alle gängigen Bestattungsarten. 24/7 erreichbar.
Bestattung Hanser & Piperger (Korneuburg und Hainburg) Das Traditionsunternehmen Piperger seit dem frühen 20. Jahrhundert am Hauptplatz Korneuburg ein Symbol für pietätvolle Bestattungskultur – wird heute als Bestattung Hanser & Piperger fortgeführt. Hanser ist ein Familienunternehmen mit Standorten in Hainburg, Wien, Himberg, Schwechat und Traiskirchen und deckt Wien, Niederösterreich und das Nordburgenland ab. Mehr als 40 Jahre Erfahrung, 24/7 erreichbar.
Bestattung Grabenhofer (Traiskirchen, Bezirk Baden) Gegründet 1889, zählt Bestattung Grabenhofer zu den ältesten Bestattungsbetrieben in NÖ. Tätig in Traiskirchen, Bezirk Baden, Bezirk Mödling und Wien-Umgebung. Vier Generationen Familienerfahrung verbinden tiefe lokale Verwurzelung mit moderner Dienstleistungsqualität. Alle Bestattungsarten, persönliche Beratung, 24/7 erreichbar.
Anbieter im Mostviertel und in der Landeshauptstadt St. Pölten
Städtische Bestattung St. Pölten GmbH Die kommunale Bestattung der Landeshauptstadt St. Pölten mit Sitz in der Goldegger Straße 52, 3100 St. Pölten (Telefon: +43 2742 333-4500). Betreibt einen Filialbetrieb in Neulengbach. Die Städtische Bestattung bietet das gesamte Bestattungsspektrum, persönliche Beratung (kostenlos) und die Möglichkeit, zu Lebzeiten Vorsorgebeträge zu hinterlegen. Als kommunaler Betrieb ist sie besonders mit den Friedhöfen in St. Pölten und Umgebung eng verzahnt. 24/7 erreichbar.
Anbieter in der Wachau und im südlichen Waldviertel
Bestattung Sekora (Mühldorf/Trandorf, Bezirk Krems-Land) Ihr Bestatter für die Wachau und das südliche Waldviertel, mit Sitz in Mühldorf-Trandorf (Dorfstraße 2, 3622 Mühldorf, Tel.: 02713/8440). Sekora ist ein regional tief verwurzeltes Familienunternehmen, das Gemeinden in einem der landschaftlich schönsten und gleichzeitig strukturschwächeren Gebiete Niederösterreichs betreut – von Spitz an der Donau über Weißenkirchen bis Albrechtsberg. Besondere Stärke: enge persönliche Kenntnis der lokalen Pfarren, Friedhöfe und Behörden.
Anbieter im nördlichen Waldviertel (Bezirk Gmünd, Waidhofen a.d. Thaya, Horn)
Bestattung Inghofer (Heidenreichstein, Bezirk Gmünd) Einer der wichtigsten Bestatter im Bezirk Gmünd im nördlichen Waldviertel, mit Sitz in Kleinpertholz 18, 3860 Heidenreichstein (Tel.: +43 2862 52550). Inghofer begleitet Angehörige mit Empathie, Respekt und Mitgefühl und bietet das vollständige Leistungsspektrum: Abholung, Einkleidung, Aufbahrung, Behördengänge, Trauerdrucke, Floristikbestellung, Trauerredner, Livemusik und internationale Überführungen. Bekannt für besonders persönliche Begleitung in einem abgelegenen, strukturschwachen Bezirk.
Bestattung Künzl (Drasenhofen, Bezirk Mistelbach) Seit 1895 tätig, zählt Bestattung Künzl zu den ältesten konzessionierten Bestattungsbetrieben in Niederösterreich. Das Unternehmen betreut Familien im Bezirk Mistelbach und angrenzenden Gebieten mit langjähriger, familiärer Erfahrung und ist tief in der regionalen Bestattungskultur des Weinviertels verwurzelt.
Naturbestattungs Spezialist in NÖ und Wien Umland
Naturbestattung GmbH Zadrobilek (Mödling und Wien) Pionier der Naturbestattung in Österreich, seit über 15 Jahren im Bereich Baumbestattung tätig. Betreibt die Bestattungswälder Wald der Ewigkeit in Wien-Umgebung (Niederösterreich) und Tirol, im Auftrag der jeweiligen Gemeinden. Standorte für Beratung: Wien-Döbling, Wien-Liesing, Gießhübl und Mödling (Freiheitsplatz 2, Tel.: 02236 44900). Spezialisiert auf Baumbestattung, Wiesenbestattung, Meerbestattung (Adria) und individuelle Trauerfeiergestaltung. Eigene biologisch abbaubare Kartonurnen. Auch als reiner Naturbestattungsanbieter tätig, der mit dem Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl zusammenarbeitet.
Qualitätskriterien beim Vergleich von Bestattungsunternehmen in NÖ
Unabhängig davon, welches Unternehmen Sie wählen, achten Sie auf folgende Merkmale:
- Gültige Konzession nach GewO § 94 Z 6 (prüfbar im WKO-Firmenverzeichnis unter firmen.wko.at)
- 24/7-Erreichbarkeit (gesetzliche Pflicht, aber die Qualität des Erstkontakts variiert stark)
- Schriftliches Angebot mit vollständiger Kostenaufstellung auf Anfrage
- Transparenz bei Fremdkosten (Krematorium, Standesamt, Friedhof, Steinmetz)
- Freundlicher, empathischer Erstkontakt ohne Verkaufsdruck
- Optionale Mitgliedschaft im ÖBFV (Österreichischer Bestatterverband) als freiwilliges Qualitätssignal
Häufig gestellte Fragen Bestattung Niederösterreich 2026
Wie viel kostet ein Begräbnis in Niederösterreich 2026? Die Kosten hängen stark von der Bestattungsart und den individuellen Wünschen ab. Eine anonyme Beisetzung beginnt bei ca. € 800, eine einfache Erdbestattung ohne Grabstein liegt bei € 3.000 – € 6.000, eine vollständige traditionelle Bestattung mit Requiemmesse, Grabstein und Blumenschmuck kann € 10.000 bis € 14.000 betragen.
Gibt es ein Krematorium in Niederösterreich? Nein. Verstorbene aus NÖ müssen zur Einäscherung nach Wien (Feuerhalle Simmering) oder Graz überführt werden. Die Kremierungskosten betragen ca. € 500 zuzüglich Transportkosten.
Wer zahlt die Bestattungskosten in Österreich? Bestattungskosten gelten nach dem ErbRÄG 2015 als bevorrechtete Nachlassverbindlichkeiten und werden vorrangig aus dem Nachlass beglichen. Reicht dieser nicht aus, haften die gesetzlichen Erben in festgelegter Reihenfolge. Bei Mittellosigkeit übernimmt die Gemeinde des Sterbeortes die Kosten (Sozialbestattung).
Kann ich ein Bestattungsunternehmen aus einer anderen Gemeinde beauftragen? Ja. In Niederösterreich gilt die freie Bestatterwahl. Sie können jedes konzessionierte Unternehmen in NÖ – oder auch aus Wien – beauftragen, unabhängig von Wohn- oder Sterbeort.
Was ist der Unterschied zwischen Wahl- und Reihengrab? Ein Reihengrab wird von der Friedhofsverwaltung zugeteilt; ein Wahlgrab (Familiengrab) kann selbst ausgesucht werden und erlaubt die Beisetzung mehrerer Familienmitglieder. Wahlgräber sind teurer, bieten aber mehr Gestaltungsfreiheit und sind 10 bis 20 Jahre pachtzeitig.
Ist eine Naturbestattung in NÖ legal? Ja, aber ausschließlich in behördlich genehmigten Naturbestattungsanlagen (Bewilligung der NÖ Landesregierung erforderlich). Private Grundeigentümer dürfen keine Naturbestattungsanlagen betreiben. Die aktuelle Liste genehmigter Anlagen führt das Land NÖ auf seiner offiziellen Website.
Wie lange dauert es, bis eine Sterbeurkunde ausgestellt wird? In der Regel innerhalb eines Werktages nach der Meldung beim Standesamt, die innerhalb von 3 Werktagen nach dem Tod erfolgen muss.
Was ist eine Bestattungsvorsorge und lohnt sie sich? Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag planen und bezahlen Sie Ihre eigene Bestattung zu Lebzeiten. Das Geld wird treuhändig verwaltet und steht ausschließlich für die vereinbarten Leistungen zur Verfügung. Es entlastet Angehörige emotional und finanziell und stellt sicher, dass persönliche Wünsche respektiert werden.
Kann die Urne in Niederösterreich zu Hause aufbewahrt werden? Ja, unter bestimmten Voraussetzungen: Antrag bei der zuständigen Gemeinde, Zustimmung des Wohnungseigentümers. Diese Option wird in NÖ zunehmend nachgefragt.
Was passiert bei einem Todesfall im Ausland als NÖ-Bürger? Das österreichische Konsulat bzw. die Botschaft im betreffenden Land ist der erste Anlaufpunkt. Ein erfahrenes NÖ-Bestattungsunternehmen koordiniert dann die Heimüberführung – inkl. Leichenpass, Totenbeschau, Behördengenehmigungen und ggf. Thanatopraktik.
Geografische Abdeckung: Bestattungsunternehmen in allen NÖ Regionen
| Region | Bezirke |
|---|---|
| Waldviertel | Zwettl · Waidhofen a.d. Thaya · Horn · Gmünd · Krems (Land) |
| Weinviertel | Hollabrunn · Korneuburg · Mistelbach · Gänserndorf |
| Mostviertel | Amstetten · Melk · Scheibbs · Waidhofen a.d. Ybbs · St. Pölten (Land) |
| Industrieviertel | Wiener Neustadt · Baden · Mödling · Bruck a.d. Leitha · Neunkirchen · Lilienfeld · Tulln |
| Landeshauptstadt | St. Pölten |
In jedem dieser Bezirke sind mindestens mehrere konzessionierte Bestattungsunternehmen tätig. Das vollständige Verzeichnis aller über 290 Bestatter in NÖ ist über das WKO Firmenverzeichnis (firmen.wko.at) öffentlich einsehbar.
Quellenhinweise: NÖ Bestattungsgesetz 2007 (LGBl. 9480-0, Änderung LGBl. Nr. 17/2020), Personenstandsgesetz (PStG), Gewerbeordnung (GewO) § 94 Z 6, Erbrechtsänderungsgesetz 2015, WKO Österreich (Bundesinnung der Bestatter), Land Niederösterreich, Caritas NÖ, Hospiz NÖ, WKO-Firmenverzeichnis, BezirksTipp.at, bestatter.at. Stand: Juli 2026.
