Bestattung Wien mit Friedhof und Skyline der österreichischen Hauptstadt

Bestattung Wien 2026: Kosten, Bestattungsarten, Anbieter & aktuelle Trends

Schnellübersicht 2026: Eine Bestattung in Wien kostet durchschnittlich 6.600 Euro (Gesamtkosten). Feuerbestattungen starten ab ca. 2.300 €, Erdbestattungen ab ca. 5.000 €. Die Fünf-Tage-Frist für die Überführung gilt in Wien weiterhin unverändert. Neu seit 2026: Blumenwiesengräber am Friedhof Feuerhalle Simmering, Designer-Särge und ein vollständig elektrischer Leichentransportwagen bei der Bestattung Wien.

Bestattung Wien Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet Bestattung? – Definition und Wiener Kontext
  2. Geschichte der Bestattung in Wien – Von 80 Anbietern zum Stadtmonopol und zurück
  3. Was ist 2026 neu in der Wiener Bestattungsbranche?
  4. Erste Schritte nach einem Todesfall in Wien – Schritt für Schritt
  5. Bestattungsarten in Wien – vollständige Übersicht 2026
  6. Bestattungskosten Wien 2026 – Preistabelle, Aufschlüsselung & Spartipps
  7. Sozialbestattung Wien – wenn das Geld nicht reicht
  8. Steuerliche Absetzbarkeit von Bestattungskosten in Österreich
  9. Friedhöfe Wien – Zentralfriedhof, neue Grabformen & digitales Grab
  10. Die wichtigsten Bestattungsunternehmen Wien im Vergleich 2026
  11. Bestattungsvorsorge Wien – online planen, Angehörige entlasten
  12. Trauerbegleitung in Wien – professionelle Unterstützung 2026
  13. Österreichisches Bestattungsrecht – gesetzliche Pflichten
  14. Sonderfälle: internationale Rückführung, Expats & Bestattungstourismus
  15. Das Bestattungsmuseum Wien
  16. Checkliste für Angehörige Häufige Fragen zur Bestattung in Wien

Was bedeutet Bestattung? Definition und Wiener Kontext

Das Wort Bestattung bezeichnet im Deutschen den vollständigen Vorgang rund um Beerdigung und Begräbnisdienstleistungen von der Abholung des Verstorbenen, der behördlichen Todesfeststellung und der Ausstellung der Sterbeurkunde über die Organisation der Trauerfeier und Auswahl von Sarg oder Urne bis hin zur endgültigen Beisetzung auf einem der 55 Wiener Friedhöfe.

Das Wort taucht auch in Firmennamen auf: Das bedeutendste Bestattungsunternehmen Österreichs heißt schlicht Bestattung Wien, ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke GmbH.

Die Schöne Leich – Wiens einzigartiges Verhältnis zum Tod

Wien pflegt seit Jahrhunderten eine kulturell tiefe Beziehung zum Tod. Das Konzept der „Schönen Leich” einer würdevollen, repräsentativen Beerdigung reicht bis in die Habsburgerzeit zurück. Damals sparten viele Wienerinnen und Wiener ihr Leben lang, um sich ein möglichst eindrucksvolles Begräbnis zu sichern. Diese Überzeugung, dass jeder Mensch einen respektvollen Abschied verdient, macht Wien noch heute zu einem der am professionellsten organisierten Bestattungszentren ganz Europas.

Geschichte der Bestattung in Wien

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konkurrierten über achtzig private Bestattungsunternehmen auf 52 Wiener Friedhöfen um Kunden. Das änderte sich grundlegend mit dem Jahr 1951: Die Bestattung Wien wurde als einziger offizieller Bestattungsdienstleister der Stadt ernannt und hielt über Jahrzehnte ein nahezu vollständiges Monopol.

Nach dem EU-Beitritt Österreichs öffnete sich der Markt wieder für privaten Wettbewerb. Heute steht die Bestattung Wien nun Teil der Wiener Stadtwerke Gruppe neben einer Reihe professioneller privater Anbieter wie Bestattung Himmelblau, Benu, AEVUM und anderen. Der Marktführer wickelt jährlich rund 18.000 Bestattungen ab und betreibt eine eigene Sargtischlerei im 23. Bezirk, die rund 25.000 Särge pro Jahr für Wien und ganz Österreich produziert.

Was ist 2026 neu in der Wiener Bestattungsbranche?

Die Bestattungsbranche in Wien entwickelt sich 2026 schneller als je zuvor. Hier sind die wichtigsten aktuellen Entwicklungen:

Blumenwiesengräber die neue Naturgrabart (ab Frühjahr 2026)

Die Friedhöfe Wien GmbH hat mit den Blumenwiesengräbern eine völlig neue Grabart eingeführt. Am Friedhof Feuerhalle Simmering stehen ab Frühjahr 2026 rund 890 Urnengräber zur Verfügung, die in Form von Blütenblättern angelegt werden und mit mehrjährigen Pflanzen bepflanzt sind. Die biologisch abbaubaren Urnen zersetzen sich vollständig. Die Grabflächen verändern sich mit den Jahreszeiten – ein symbolisches Bild für den natürlichen Kreislauf des Lebens.

Renate Niklas, Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien GmbH, dazu: Insgesamt stehen auf Wiener Friedhöfen bereits rund 66.000 Quadratmeter für Naturgräber bereit. Die Blumenwiesengräber sind das bislang größte Einzelprojekt in diesem Bereich.

Designer Särge individuelle Abschiede durch Graffiti Kunst

Im März 2026 startete die Bestattung Wien eine Kooperation mit dem österreichischen Graffiti-Künstler Lucas Groeger (alias „Skribl”): Zwei neue Designer-Sargmodelle wurden vorgestellt, weitere sollen folgen. Die Initiative spiegelt den wachsenden Trend zur Individualisierung von Bestattungen wider.

Erster vollelektrischer Leichentransportwagen

Die Bestattung Wien betreibt seit Anfang 2026 ihren ersten vollständig elektrischen Landwagen für Verstorbenentransporte. Das ist Teil der langfristigen Klimastrategie der Wiener Stadtwerke Gruppe, die den gesamten Fuhrpark schrittweise auf Elektrofahrzeuge umstellen will. Alle Fahrzeuge sind in der charakteristischen lilafarbenen Lackierung der Bestattung Wien gehalten.

Schwerpunktwoche Was zählt am Ende wirklich?

Bestattung Wien und Friedhöfe Wien veranstalteten Ende Mai 2026 eine öffentliche Schwerpunktwoche mit Ausstellungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen zu Nahtod-Erfahrungen und dem neuen Trauercafé in Kooperation mit der Caritas Kontaktstelle Trauer – ein klares Signal für das wachsende gesellschaftliche Interesse an offener Auseinandersetzung mit Tod und Trauer.

Digitales Grab Friedhofsverwaltung und Gedenken online

Die Friedhöfe Wien bauen ihre Digitales Grab-Plattform kontinuierlich aus: Grabstellen auf allen 46 Friedhöfen können online gesucht, ausgewählt, verlängert und bezahlt werden. Angehörige können digitale Kerzen entzünden, aktuelle Fotos der Grabstelle anfertigen lassen und private Gedenkräume für Familie und Freunde einrichten besonders wertvoll für nicht in Wien lebende Verwandte.

Erste Schritte nach einem Todesfall in Wien Schritt für Schritt

Ein Todesfall bedeutet enormen emotionalen Stress, der sich mit unmittelbarem Handlungsdruck verbindet. Wer die wichtigsten Schritte kennt, kann Fehler und unnötige Verzögerungen vermeiden.

Todesfeststellung wer wird kontaktiert?

SituationAnsprechpartner
Tod zu HauseHausarzt oder Totenbeschauer
Tod im KrankenhausPathologie des Krankenhauses stellt Totenbeschauschein aus
Tod in PflegeeinrichtungZuständiges Bezirksgesundheitsamt
Tod an öffentlichem OrtNotruf 144

Die ärztliche Sterbeurkunde (Totenbeschauschein) ist das erste und wichtigste Dokument ohne sie ist keine weitere Bestattungsmaßnahme zulässig.

Die Fünf Tage Frist Wien vs. Niederösterreich

In Wien gilt weiterhin: Angehörige haben ab dem Todeszeitpunkt fünf Werktage Zeit, die Überführung des Verstorbenen aus einem Krankenhaus zu veranlassen und ein Bestattungsunternehmen zu beauftragen. Kommt innerhalb dieser Frist niemand, veranlasst die MA 15 (Gesundheitsdienst der Stadt Wien) eine Sozialbestattung auf Kosten der Stadt.

In Niederösterreich gilt eine längere Frist von zehn Werktagen.

Die Sterbeurkunde (ausgestellt vom Standesamt, Kosten: 9,30 Euro bei persönlicher Abholung) ist für alle weiteren Schritte unerlässlich.

Behörden und Institutionen informieren

Nach der Todesfeststellung müssen informiert werden: Arbeitgeber, Banken und Kreditinstitute, Versicherungsgesellschaften, Vermieter oder Hausverwaltung, Telefonanbieter, Versorgungsunternehmen, Zulassungsstelle (für Fahrzeuge), Sozialversicherung und Pensionskasse. Die meisten Bestattungsunternehmen stellen eine detaillierte Checkliste bereit.

Tod im Ausland internationale Rückführung nach Wien

Stirbt ein österreichischer Staatsbürger im Ausland, informiert in der Regel das Außenministerium, die zuständige Botschaft oder das Konsulat die Familie. Ein erfahrenes Wiener Bestattungsunternehmen koordiniert die internationale Rückführung und besorgt alle benötigten Dokumente von der Apostille bis zur vollständigen diplomatischen Beglaubigung, je nach Zielland.

Bestattungsarten in Wien vollständige Übersicht

Wien bietet inzwischen eine der breitesten Paletten an Bestattungsformen in ganz Europa für jeden Glauben, jede Weltanschauung, jedes Budget und jeden persönlichen Wunsch.

Erdbestattung (Sargbestattung / Begräbnis)

Die traditionelle Erdbestattung ist nach wie vor weit verbreitet und besonders bei religiösen Begräbnissen im katholischen, orthodoxen und jüdischen Umfeld die erste Wahl. Der Verstorbene wird in einem Sarg auf einem Wiener Friedhof beigesetzt. Eine Trauerfeier in der Aufbahrungshalle geht der Beisetzung in der Regel voraus.

Der Sarg wird von vier Sargträgern getragen, Trauergäste folgen im Leichenzug. Österreichisches Recht schreibt vor, dass Särge aus biologisch abbaubaren Materialien gefertigt sein müssen von einfachem Kiefern oder Fichtenholz bis zu Eiche, Mahagoni oder Rosenholz. Eiche gilt als besonders robust. Neu: Seit Anfang 2026 bietet die Bestattung Wien auch Designer Särge mit Graffiti-Kunst von Lucas Groeger an.

Eine Erdbestattung kann auch ohne formelle Trauerfeier stattfinden falls dies der Verstorbene ausdrücklich gewünscht hat.

Feuerbestattung (Kremation / Einäscherung)

Die Feuerbestattung ist in Wien zur beliebtesten Bestattungsform geworden. Bereits rund 40 Prozent aller Beisetzungen auf Wiener Friedhöfen erfolgen als Urnenbeisetzung, und die Tendenz ist steigend. Gründe: steigende Umweltbewusstsein, mehr Flexibilität bei der Wahl des Beisetzungsortes und in der Regel geringere Kosten.

Die Einäscherung erfolgt in Wien ausschließlich in der Feuerhalle Simmering (Simmeringer Hauptstraße 337, 1110 Wien), bei Temperaturen zwischen 900 und 1.200 Grad Celsius. Der gesamte Vorgang dauert rund zwei Stunden. Metallrückstände aus Implantaten werden recycelt, die Erlöse fließen in gemeinnützige Zwecke. Gesetzlich ist ein Kremationssarg vorgeschrieben eine Beisetzung ohne Sarg ist in Österreich nicht erlaubt.

Die Trauerfeier kann entweder vor der Kremation am Sarg oder danach in Anwesenheit der Urne stattfinden.

Urnenbestattung (Urnenbeisetzung)

Die Urnenbestattung ist eine Variante der Feuerbestattung, bei der die Asche auf einem Friedhof beigesetzt wird in einem Urnengrab, Urnengarten, einer Urnenstele oder im Kolumbarium. Diese Form verbindet die Flexibilität der Kremation mit dem emotionalen Wert eines festen Grabes als Gedenkort.

Eine Alternative ist die Urne zu Hause: Mit einer behördlichen Genehmigung der Wohnsitzgemeinde (MA 40 in Wien) darf eine Urne zu Hause aufbewahrt oder im eigenen Garten bestattet werden. Diese Variante ist die kosteneffizienteste Option, da keine laufenden Friedhofsgebühren anfallen.

Naturbestattung, Baum-, Donau-, Blumenwiesen- und mehr

Naturbestattungen sind 2026 stärker nachgefragt als je zuvor. Die verfügbaren Formen in Wien:

Baumbestattung: Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes auf einem Waldfriedhof beigesetzt. Keine laufenden Grabpflegekosten, da die Natur die Pflege übernimmt.

Blumenwiesengrab (NEU 2026): Die neueste Naturgrabart der Friedhöfe Wien – 890 Urnengräber am Friedhof Feuerhalle Simmering, eingebettet in blühende Wiesenlandschaften. In Form von Blütenblättern angelegt, mit mehrjährigen Pflanzen gestaltet.

Donaubestattung / Wasserbestattung: Die Asche wird in einer wasserlöslichen Urne auf der Donau, dem Mittelmeer, der Adria oder Nord-/Ostsee bestattet.

Bergbestattung: Beisetzung auf einem genehmigten Gebiet im Gebirge.

Luftbestattung: Verstreuung der Asche aus einem Flugzeug oder Helikopter – in Österreich nur im Ausland durchführbar (Schweiz, Frankreich, Tschechien).

Wiener Naturgrab: Eine europaweit einzigartige Naturgrabart, bei der Särge ohne vorherige Kremation beigesetzt werden – nur auf ausgewählten Wiener Friedhöfen verfügbar.

Alle Naturbestattungen (außer dem Wiener Naturgrab) setzen eine vorherige Kremation voraus.

Edelsteinbestattung und Diamantbestattung

Die Edelsteinbestattung ist eine besondere Form der Erinnerung, keine Bestattung im klassischen Sinn: Aus rund 50 g Kremationsasche oder 10 g Haaren wird ein personalisierter Edelstein (Korund, Rubin oder Saphir) hergestellt. Die Bestattung Wien bietet auch die Diamantbestattung an, bei der aus mindestens 500 g Asche oder 5 g Haaren ein Diamant mit denselben Eigenschaften wie ein Naturdiamant entsteht.

Da die Transformation in Österreich gesetzlich noch nicht gestattet ist, wird die Asche dafür in die Schweiz überführt. Die verbleibende Restasche muss auf einem österreichischen Friedhof bestattet werden. Kosten: ab ca. 4.000 Euro für kleine Edelsteine, bei Diamantbestattungen bis über 25.000 Euro je nach Größe und Schliff.

Weltraumbestattung

Ein Teil der Kremationsasche kann mit einer Rakete ins Weltall gesendet werden eine der außergewöhnlichsten und kostspieligsten Optionen. Die Bestattung Wien und einzelne Wiener Anbieter vermitteln Kontakte zu internationalen Anbietern dieser Leistung. Die Kosten variieren je nach Anbieter erheblich.

Gruftbestattung

Die Gruftbestattung ähnelt einer Sargbestattung, findet jedoch in einem gemauerten ober- oder unterirdischen Gewölbe statt. Der Sarg muss aus Metall bestehen oder mit Metall ausgekleidet und vollständig luftdicht sein. Diese Option wählen Familien, die bereits eine Gruft besitzen oder ein dauerhaftes Gedenkbauwerk wünschen.

Bestattung von Sternenkindern und Engelskindern

Für Säuglinge, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt sterben im Bestattungswesen als Sternenkinder oder Engelskinder bezeichnet bieten Wiener Bestattungsunternehmen speziell einfühlsame Dienstleistungen an. Kosten werden dabei so weit wie möglich reduziert.

Demenzfreundliche Bestattung

Ein 2026 neu hervorgehobenes Angebot der Bestattung Wien: die demenzfreundliche Bestattung, die speziell auf die Bedürfnisse von Angehörigen von Menschen mit Demenz ausgerichtet ist mit angepasster Kommunikation und besonderen Betreuungsstrukturen.

Bestattungskosten Wien Preistabelle, Aufschlüsselung & Spartipps

Die Bestattungskosten in Wien variieren erheblich. Laut aktuellen Marktdaten (Stand Juli 2026) liegt der Durchschnittspreis für eine vollständige Bestattung in Wien bei ca. 6.600 Euro mit einem prognostizierten leichten Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Preistabelle nach Bestattungsart (Wien, 2026)

BestattungsartKosten abTypischer Gesamtpreis
Urne zu Hause (günstigste Option)ab 2.459 €2.459 – 3.500 €
Feuerbestattung / Kremationab 2.300 €2.700 – 8.000 €
Baumbestattungab 2.500 €2.500 – 5.000 €
Urnenbeisetzung am Friedhofab 3.029 €3.000 – 6.000 €
Blumenwiesengrab (NEU)auf Anfrageähnlich Baumbestattung
Donaubestattung (Basis)ab 3.400 €3.400 – 5.560 €
Erdbestattungab 5.000 €5.000 – 12.000 €
Edelsteinbestattungab 4.000 €ab 5.119 € exkl. ext.
Diamantbestattungab 5.000 €bis 25.000 € +
Weltraumbestattungindividuellindividuell

Quellen: Bestattung Wien, Benu, Himmelblau, Kostenfinder.com (Stand 2026)

Aufschlüsselung der Kostenpunkte

1. Eigenleistungen des Bestattungsunternehmens (ca. 1.500 – 5.000 €) Abholung und Überführung des Verstorbenen, hygienische Versorgung (Totenwaschung), Aufbahrung und Einkleidung, Begräbnisdurchführung, alle Behördengänge und Formalitäten.

2. Sarg- oder Urnenkosten Kremationssärge sind günstiger als Erdbestattungssärge. Hochwertige Holzsärge aus Eiche oder Mahagoni können mehrere tausend Euro kosten. Urnen je nach Material (Holz, Keramik, Stein, biologisch abbaubar) in sehr unterschiedlichen Preisklassen.

3. Friedhofsgebühren – Friedhöfe Wien GmbH (ca. 500 – 2.000 €) Beisetzungsgebühr (Totengräber), Bereitstellung und Nutzung der Aufbahrungshalle, Grabnutzungsrecht für 10 Jahre. Unterscheidet sich je nach Friedhof und Grabart.

4. Sterbeurkunde (9,30 Euro) Bundesgebühr 7,20 Euro + Bundesverwaltungsabgabe 2,10 Euro bei persönlicher Abholung am Standesamt. Postversand ist etwas teurer.

5. Fremdleistungen / externe Kosten Trauerdrucksorten (Parte, Gedenkbilder), Blumenschmuck und Kränze, Trauerredner oder Priester/Imam/Rabbiner, musikalische Begleitung, Steinmetz für Grabstein (1.900 – 9.000 €), laufende Grabpflege.

Kostenvergleich: günstigste vs. teuerste Option

OptionWarum günstig/teuer
Urne zu HauseKeine Friedhofsgebühren, keine Grabpflege
Anonyme KremationKein Grabstein, keine Zeremonie
BaumbestattungKeine laufenden Friedhofskosten
Erdbestattung mit GrabsteinLaufende Grabpflege, Steinmetzkosten
DiamantbestattungHochspezialisierter Prozess, Auslandsübertragung
WeltraumbestattungInternationale Koordination, Raketentransport

5 Spartipps für Bestattungskosten in Wien

  1. Mindestens drei Angebote vergleichen – Preise können erheblich variieren.
  2. Vollständige schriftliche Kostenaufstellung verlangen – vor Vertragsunterzeichnung.
  3. Bestattungsvorsorge abschließen – Preise zu Lebzeiten fixieren und Hinterbliebene entlasten.
  4. Naturbestattung prüfen – Baumbestattung spart langfristig Grabpflegekosten.
  5. Ratenzahlung anfragen – viele Anbieter bieten flexible Zahlungsmodelle an.

Sozialbestattung Wien wenn das Geld nicht reicht

Sind keine finanziellen Mittel und kein Nachlass vorhanden, kann eine Sozialbestattung (früher auch „Armenbegräbnis” genannt) beantragt werden. Wichtige Fakten:

Kommt fünf Tage nach Ausstellung der Todesbescheinigung niemand, müssen Krankenhaus, Gerichtsmedizin oder Pflegeeinrichtung die „Meldung einer Beerdigung auf Kosten der Stadt Wien” einreichen. Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) veranlasst dann eine Sozialbestattung. Wien übernimmt die Kosten nur dann, wenn weder Dritte noch Hinterbliebene die Kosten tragen können. Angehörige, die eine Erbschaft antreten, können im Nachhinein zur Zahlung herangezogen werden.

Eine günstige Feuerbestattung bei einem Privatanbieter ist für viele Familien die sinnvollere Alternative zur Sozialbestattung, da diese mehr Mitsprache bei der Gestaltung erlaubt.

Steuerliche Absetzbarkeit von Bestattungskosten in Österreich

Grundsätzlich müssen Bestattungskosten aus dem Nachlassvermögen der verstorbenen Person bestritten werden. Ist kein Nachlassvermögen vorhanden, können Bestattungskosten in Österreich als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend gemacht werden bis zu einem Maximalwert von 20.000 Euro (laut aktuell geltendem Recht).

Absetzbar sind: Bestattungskosten, Blumen und Kränze, ein schlichtes Totenmahl, Danksagungen und Grabstein. Nicht absetzbar: Trauerkleidung und laufende Grabpflege. Ein Steuerberater kann helfen, das Maximum aus dieser Möglichkeit herauszuholen. Außerdem kann für das Todesjahr noch eine Arbeitnehmerveranlagung für den Verstorbenen eingebracht werden.

Friedhöfe Wien 2026 Zentralfriedhof, neue Grabformen & digitales Grab

Die Friedhöfe Wien GmbH wurde 1902 gegründet und ist seit 2008 Teil der Wiener Stadtwerke GmbH. Sie betreut mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 550.000 Gräber auf 46 von 55 Wiener Friedhöfen.

Wiener Zentralfriedhof Zahlen und Fakten

Der Wiener Zentralfriedhof ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Wiens und der zweitgrößte Friedhof Europas:

  • Eröffnet: 1874
  • Fläche: fast 2,5 Millionen Quadratmeter
  • Gräber: über 330.000
  • Bestattete: rund 3 Millionen Menschen
  • Konfessionen: Eigene Abteilungen für Katholiken, Juden, Muslime, Buddhisten und orthodoxe Christen
  • Bekannte Gräber: Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johannes Brahms, Johann Strauss (Sohn), Hugo Wolf, Falco
  • Architektur: Jugendstilkirche St. Karl Borromäus eines der schönsten Jugendstilgebäude Wiens
  • Naturschutz: Rehe, Feldhamster, Eichhörnchen, Dachse, viele Vogelarten
  • Eintritt: kostenlos

Naturgrabangebot 2026 was ist neu?

Auf sieben Wiener Friedhöfen werden inzwischen acht verschiedene Naturgrabangebote umgesetzt. Dazu zählen:

  • Wiener Naturgrab – europaweit einzigartig, Sargbestattung ohne Kremation in natürlichem Umfeld
  • Waldgräber / Baumgräber – Urne im Wurzelbereich eines Friedhofsbaumes
  • Regenwasserurnen – biologisch abbaubare Urnen, die sich durch Regen selbst auflösen
  • Blumenwiesengräber (NEU 2026) – 890 Urnengräber am Friedhof Feuerhalle Simmering in blühenden Wiesenflächen, ab Frühjahr 2026 vergeben

Das Digitale Grab Friedhofsverwaltung online

Die Friedhöfe Wien bieten kostenlos das Digitale Grab System für alle Grabstellen an. Funktionen:

  • Grabstellen auf allen 46 Friedhöfen suchen, finden und online erwerben
  • Nutzungsdauer online verlängern und bezahlen
  • Nutzungsrecht online übertragen
  • Aktuelles Foto der Grabstelle anfordern
  • Digitale Kerze entzünden lassen
  • Privaten Gedenkraum für Familie und Freunde einrichten
  • Erinnerungen und Fotos im geschützten Bereich teilen

Besonders wertvoll für Angehörige, die nicht in Wien wohnen.

Weitere bedeutende Friedhöfe in Wien

FriedhofBesonderheit
Friedhof Feuerhalle SimmeringKrematorium der Stadt Wien; Standort der neuen Blumenwiesengräber
Sankt Marxer FriedhofHistorisch, intim; Bezug zu Wolfgang Amadeus Mozart
Friedhof der Namenlosen (Albern)Ergreifende Stätte am Donauufer; rund 500 unbekannte Ertrunkene bestattet
Islamischer Friedhof WienMuslimische Bestattungen nach islamischem Ritus
Jüdischer Friedhof WähringHistorischer jüdischer Friedhof; seit 1884 geschlossen, denkmalgeschützt

Die wichtigsten Bestattungsunternehmen Wien im Vergleich 2026

Bestattung Wien GmbH

Marktführer in Österreich Teil der Wiener Stadtwerke Gruppe.

  • Gründung: 1951 als offizieller Stadtbestatter
  • Filialen: 16 Standorte in ganz Wien
  • Kapazität: ca. 18.000 Bestattungen pro Jahr; 25.000 Särge/Jahr aus eigener Tischlerei
  • Erreichbarkeit: 24/7 unter Tel. +43 1 501 95-0
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, B/K/S, Ungarisch (Zentrale Simmering)
  • Leistungen: Erdbestattung, Kremation, Natur- und Baumbestattung, Donaubestattung, Diamant- und Edelsteinbestattung, Weltraumbestattung, internationale Rückführung, Thanatopraxie, demenzfreundliche Bestattung, Direktverrechnung mit Versicherungen
  • Neu 2026: Erster E-Landwagen, Designer-Särge, Online-Kundenportal
  • Adresse Zentrale: Simmeringer Hauptstraße 339, 1110 Wien

Bestattung Himmelblau

Eine der angesehensten privaten Alternativen mit 8 Standorten in Wien, Klosterneuburg, Schwechat, Mödling und Wiener Neustadt.

  • Besonders bekannt für Sozialkonditionen und einfühlsame Beratung
  • Vollständiges Spektrum: klassische Bestattungen, Natur- und Öko-Bestattungen, Edelsteinbestattung
  • Gesamtrechnung: alle Kosten über einen einzigen Ansprechpartner abgerechnet
  • Transparente Kostenübersichten; Kostenberatung ohne Druck

Benu – Bestattung und Vorsorge

Modernes Unternehmen mit mehreren Wiener Standorten (Margareten, Neubau, Ottakring u. a.).

  • Kostenlose 24/7-Hotline: 0800 88 44 04
  • Transparentes Preismodell, keine versteckten Kosten
  • Trauerbegleitungsräume in jeder Filiale private Rückzugsbereiche für einfühlsame Beratung
  • Online-Angebotserstellung möglich
  • Aktuelles Preisbeispiel: Urne zu Hause ab 2.459 €, Urnenbeisetzung am Friedhof ab 3.029 €, Baumbestattung ab 3.249 €, Edelsteinbestattung ab 5.119 € (exkl. externe Kosten)

AEVUM Bestattungen Wien

Spezialisiert auf internationalen Kundenservice und vollständigen Rundum Service:

  • Beschaffung Totenbeschauschein und Krankenhausnachweise
  • Einkleidung, Sargauswahl im Schauraum
  • Organisation des Trauerredners, gesamte Friedhofsverwaltung
  • Besonders empfohlen für Expats und Familien ohne Erfahrung mit österreichischen Behörden

Bestattung Furtner

Privates Familienunternehmen seit 2012, mit drei Standorten in Wien (Floridsdorf, Ottakring, Hietzing). Rund um die Uhr geöffnet. Leistungen von klassischer Feuer- und Erdbestattung bis zu Naturbestattungen und Weltraumbestattungen.

Bestattung Ried / Bestattungried.at

Bietet einen Online Kostenrechner für Bestattungskosten in Wien an hilfreich zur ersten Orientierung.

Der Bestatter Franz ETL GmbH

Weiterer etablierter Anbieter in Wien, regelmäßig unter empfohlenen lokalen Bestattern gelistet.

Wichtig: Immer mindestens 2–3 Angebote einholen. Preise, Leistungsumfang und persönliche Betreuungsqualität variieren erheblich. Seriöse Bestatter stellen eine vollständige schriftliche Kostenaufstellung aus, bevor ein Vertrag unterzeichnet wird.

Bestattungsvorsorge Wien online planen, Hinterbliebene entlasten

Bestattungsvorsorge auch Vorsorgevertrag genannt ist einer der sinnvollsten Akte der Fürsorge gegenüber den eigenen Angehörigen.

Was regelt die Bestattungsvorsorge?

  • Gewünschte Bestattungsart (Erd-, Feuer-, Natur-, Gruftbestattung)
  • Bevorzugter Friedhof und Grabart
  • Art der Trauerfeier (religiös, weltlich, ohne Zeremonie)
  • Gewünschte Musik, Lesungen, Trauerredner
  • Alle Leistungen werden zu Lebzeiten zu aktuellen Preisen fixiert

Online Bestattungsplaner der Bestattung Wien

Der Online Bestattungsplaner der Bestattung Wien ermöglicht es, bequem von zu Hause aus:

  • Den vollständigen Ablauf einer Beisetzung zu planen
  • Individuelle Pakete zusammenzustellen
  • Einen Vorsorgevertrag direkt online abzuschließen
  • Alle Informationen im Kundenportal jederzeit einzusehen und zu aktualisieren

Über das Kundenportal können Kundendaten aktualisiert, Zahlungsmittel verwaltet und der Status laufender Bestattungsaufträge verfolgt werden.

Flexible Zahlungsmodelle 2026

Die Bestattung Wien bietet aktuell drei Zahlungsmodelle an: Einmalzahlung, Anzahlung mit Raten und vollständige Ratenzahlung. Benu und Himmelblau bieten ähnliche Modelle an.

Bestattungsvorsorge vs. Bestattungsversicherung

MerkmalVorsorgevertragBestattungsversicherung
Abschluss beiBestattungsunternehmenVersicherung (z. B. Wiener Verein)
LeistungenKonkret festgelegtJe nach Police
PreissicherheitFestgeschriebenVariiert
FlexibilitätMittelHoch

Der Wiener Verein ist ein bekannter Anbieter von Bestattungsvorsorgeversicherungen in Österreich und kooperiert mit mehreren Wiener Bestattern.

Trauerbegleitung in Wien professionelle Unterstützung 2026

Ein Todesfall endet nicht mit der Beerdigung. Der Trauerprozess kann Monate oder Jahre dauern.

Trauerportal der Bestattung Wien

Das Online Trauerportal ermöglicht Hinterbliebenen:

  • Digitale Gedenkseiten für Verstorbene einzurichten (privat oder öffentlich)
  • Fotos, Videos und Nachrufe hochzuladen
  • Einen privaten Gedenkkreis für Familie und Freunde einzurichten
  • Beileidsbekundungen zu empfangen und zu versenden
  • Orientierung und Informationen zur Trauerverarbeitung zu erhalten

Trauercafé Caritas & Bestattung Wien (NEU 2026)

Seit der Schwerpunktwoche 2026 bietet die Bestattung Wien in Kooperation mit der Caritas Kontaktstelle Trauer regelmäßige Trauercafés an Begegnungsräume, in denen Trauernde in einem geschützten Rahmen mit Menschen in ähnlicher Situation zusammenkommen und von professionellen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern unterstützt werden.

Trauerbegleitungsräume bei Benu

Jede Benu-Filiale in Wien verfügt über eigene Rückzugsräume für einfühlsame Beratungsgespräche jenseits des rein Formalitären ein klares Zeichen dafür, dass modernes Bestattungswesen auch emotionale Fürsorge umfasst.

Professionelle Trauerbegleitung und Psychotherapie

Weitere Unterstützungsangebote in Wien: Trauerberater, Psychotherapeuten mit Spezialisierung auf Trauer- und Verlustbewältigung, Selbsthilfegruppen. Bei plötzlichen oder traumatischen Verlusten wird frühzeitige professionelle Begleitung ausdrücklich empfohlen.

Österreichisches Bestattungsrecht gesetzliche Pflichten

Österreich hat einen klaren rechtlichen Rahmen für alle Bestattungsformen.

Die wichtigsten gesetzlichen Anforderungen

Bestattungspflicht: Jede verstorbene Person muss auf rechtmäßige Weise beigesetzt werden.

Todesfeststellung: Vor jeder Bestattungsmaßnahme muss der Tod ärztlich festgestellt und dokumentiert sein.

Fünf-Tage-Frist Wien / Zehn-Tage-Frist NÖ: Überführung aus Krankenhäusern innerhalb dieser Fristen.

Sargpflicht: Ein Sarg ist bei jeder Bestattungsart gesetzlich vorgeschrieben – auch bei Kremationen. Verwendet wird ein spezieller Kremationssarg.

Materialvorschrift: Alle Särge müssen aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen.

Standesamtliche Meldung: Der Tod muss beim zuständigen Standesamt gemeldet werden, bevor eine Bestattung oder Kremation stattfinden darf.

Naturbestattung: Für das Verstreuen der Asche in der Natur ist eine behördliche Genehmigung erforderlich; es gibt ausgewiesene Gebiete.

Urne zu Hause: Mit Genehmigung der Wohnsitzgemeinde (MA 40 Wien) erlaubt.

Krematoriumsstandards: Strengste Umweltauflagen; österreichweit gibt es 16 Krematorien (nur im Burgenland keines).

Gerichtsmedizinische Untersuchung: Bei unklarer Todesursache erforderlich, bevor der Leichnam freigegeben wird.

Sonderfälle: internationale Rückführung, Expats & Bestattungstourismus

Ausländische Staatsbürger in Wien

Für in Wien verstorbene ausländische Staatsangehörige gelten dieselben österreichischen Gesetze. Englischsprachige Bestattungsdienste bieten u. a. die Bestattung Wien (Englisch an der Zentrale Simmering), Benu und AEVUM an. Die Bestattung Wien ist im FCDO Verzeichnis der britischen Regierung für englischsprachige Bestatter in Österreich eingetragen.

Internationale Rückführung – Wien → Ausland

Wiener Bestattungsunternehmen koordinieren die internationale Überführung Verstorbener in Herkunftsländer weltweit inklusive Beschaffung aller erforderlichen Dokumente wie Apostillen oder diplomatischer Beglaubigungen.

Bestattungstourismus nach Wien

Wien zieht wegen seiner liberalen Bestattungsgesetze und der breiten Angebotspalette Familien aus anderen Ländern an besonders aus Deutschland, wo Bestattungsvorschriften deutlich restriktiver sind. Dieses Phänomen wird als Bestattungstourismus bezeichnet. Familien aus Deutschland können in Wien beispielsweise die Urne zu Hause oder eine Baumbestattung wählen, was in Deutschland rechtlich stark eingeschränkt ist.

Das Bestattungsmuseum Wien Kultursehenswürdigkeit am Zentralfriedhof

Das Bestattungsmuseum Wien ist eine der ungewöhnlichsten und zugleich faszinierendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

  • Adresse: Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien (direkt am Zentralfriedhof)
  • Seit: 2014 im heutigen Standort
  • Exponate: rund 1.000 Objekte zur Wiener Bestattungskultur, Funeralkunst und Geschichte des Todes in Wien
  • Highlights: Historischer Reihensarg Kaiser Josef II. (1784, mit Klappe am Boden zur Wiederverwendung – abgeschafft nach öffentlichem Protest nach 6 Monaten); Wiederbelebungsapparate (Glocken für lebendig Begrabene); historische Leichenwagen; aufwendige Trauermontur der Sargträger; kuriose Urnensammlung (u. a. in Fußballform); Einladungen zu Begräbnissen aus vergangenen Jahrhunderten
  • Öffnungszeiten: Werktags (Wochenende geschlossen) – bitte Besuch werktags planen
  • Museumsshop: Bestseller sind Sarg-USB-Sticks, T-Shirts mit Wortspiel-Motiven, der Plüsch-„Wiener Tod” und Lego-Kremationsöfen

Checkliste für Angehörige in Wien Schritt für Schritt

Sofortmaßnahmen (Tag 1)

  • Tod durch Arzt oder Totenbeschauer feststellen lassen
  • Totenbeschauschein / Sterbeurkunde sichern
  • Bestattungsunternehmen kontaktieren (innerhalb von 24 Stunden)
  • Engste Familie und Freunde informieren

Kurzfristig (Tage 2–5)

  • Bestattungsart wählen; Angebote von 2–3 Anbietern vergleichen
  • Sarg oder Urne auswählen
  • Friedhof und Grabart festlegen
  • Trauerfeier planen (religiös oder weltlich, Trauerredner, Musik)
  • Todesanzeige / Parte aufgeben
  • Arbeitgeber, Banken, Versicherungen, Vermieter informieren
  • Testament und Patientenverfügung lokalisieren

Mittelfristig (Wochen 2–4)

  • Grabstein beim Steinmetz beauftragen
  • Nachlassabwicklung und Verlassenschaft klären
  • Trauerbegleitung in Anspruch nehmen (Trauercafé, Therapeut)
  • Digitale Gedenkseite einrichten (Trauerportal / Digitales Grab)
  • Verträge und Mitgliedschaften des Verstorbenen kündigen

Häufige Fragen zur Bestattung in Wien 2026

Was kostet eine Bestattung in Wien 2026 durchschnittlich? Laut aktuellen Marktdaten liegt der Durchschnittspreis für eine vollständige Bestattung in Wien 2026 bei ca. 6.600 Euro. Feuerbestattungen starten ab rund 2.300 €, Erdbestattungen ab ca. 5.000 €.

Wie lange hat man nach einem Todesfall in Wien Zeit? In Wien besteht eine gesetzliche Frist von fünf Werktagen für die Überführung des Verstorbenen aus einem Krankenhaus. In Niederösterreich sind es zehn Werktage.

Welches ist das beste Bestattungsunternehmen in Wien? Die Bestattung Wien ist der größte und bekannteste Anbieter (24/7, 16 Filialen). Top-Alternativen: Bestattung Himmelblau (Sozialkonditionen, 8 Standorte), Benu (modern, transparent, 0800 88 44 04), AEVUM (Spezialist für internationale Kunden). Empfehlung: mehrere Angebote vergleichen.

Ist eine Feuerbestattung günstiger als eine Erdbestattung? Ja, im Regelfall deutlich. Eine Feuerbestattung kostet ab ca. 2.300 €, eine Erdbestattung mindestens 5.000 €, da zusätzlich Sarg, Grabstein und laufende Grabpflegekosten anfallen.

Was sind Blumenwiesengräber? Eine neue Naturgrabart der Friedhöfe Wien, eingeführt 2026 am Friedhof Feuerhalle Simmering. In Form von Blütenblättern angelegte Wiesenfelder, in denen biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden. Die Flora ändert sich mit den Jahreszeiten.

Darf man die Urne in Wien zu Hause aufbewahren? Ja, mit ausdrücklicher Genehmigung der Wohnsitzgemeinde (in Wien: MA 40) ist die private Aufbewahrung einer Urne erlaubt.

Was ist eine Edelsteinbestattung? Aus der Kremationsasche (ca. 50 g) oder Haaren (ca. 10 g) wird ein personalisierter Edelstein – Korund, Rubin oder Saphir – hergestellt. Die Bestattung Wien bietet auch die Diamantbestattung an (aus mindestens 500 g Asche). Kosten: ab ca. 4.000 €.

Was bedeutet Bestattungsvorsorge? Mit einem Vorsorgevertrag legen Sie zu Lebzeiten Ihre Bestattungswünsche und die anfallenden Kosten schriftlich fest. Das entlastet Hinterbliebene emotional und finanziell und verhindert überstürzte Entscheidungen in der Trauer.

Gibt es islamische und jüdische Bestattungsmöglichkeiten in Wien? Ja. Der Wiener Zentralfriedhof hat eigene Abteilungen für muslimische, jüdische, buddhistische und orthodoxe Bestattungen. Es gibt zudem konfessionsspezifische Friedhöfe in Wien.

Wie funktioniert das Digitale Grab? Das kostenlose Service der Friedhöfe Wien erlaubt die digitale Verwaltung aller Grabstellen – Verlängerung, Zahlung, Gedenkraum für Fotos und Erinnerungen, virtuelle Kerzen – ortsunabhängig, 24/7. Erreichbar über digitalesgrab.friedhoefewien.at.

Fazit

Das Wiener Bestattungswesen ist 2026 geprägt von starker Tradition und rascher Innovation. Während die Bestattung Wien den ersten elektrischen Leichentransportwagen auf die Straße bringt und mit Graffiti-Künstlern Designer-Särge entwickelt, reagieren die Friedhöfe Wien mit neuen Grabformen wie den Blumenwiesengräbern auf den anhaltenden Trend zu naturnahen und nachhaltigen Abschieds formen. Digitale Gedenkräume, Trauercafés in Kooperation mit der Caritas und ein wachsendes Bewusstsein für professionelle Trauerbegleitung zeigen: Wien nimmt den Tod ernst – und gestaltet ihn würdevoll, modern und zutiefst menschlich.

Ob traditionelles Begräbnis am Zentralfriedhof, Baumbestattung im Friedwald, Edelsteinbestattung als Erinnerungsschmuck oder Blumenwiesengrab in Simmering – Wien gibt Familien jede Möglichkeit, Abschied auf die eigene Art zu nehmen.

Notfall- und 24-Stunden-Kontakte (Wien, Stand Juli 2026):

AnbieterTelefonBesonderheit
Bestattung Wien+43 1 501 95-024/7, 16 Filialen, DE/EN/B/KS/HU
Benu Bestattung0800 88 44 04kostenlos, 24/7
Bestattung Himmelblaualle Filialen8 Standorte, Sozialkonditionen
Notruf (Todesfall öffentlich)144Österreichischer Rettungsdienst

Dieser Ratgeber wurde auf Basis von Live-Marktrecherchen (Stand: Juli 2026) erstellt. Alle Preise sind Orientierungswerte; individuelle Angebote können abweichen. Für eine persönliche Beratung wenden Sie sich direkt an ein konzessioniertes Bestattungsunternehmen in Wien.

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